Redsea-Divers – Annette & Jürgen jetzt Annette & Robby

Hallo,

eigentlich wollte ich den Bericht hier schon vor einiger Zeit (Jahren) online stellen. Irgendwie ist mir das nicht gelungen, er war eigentlich fast fertig aber doch irgendwie nicht.

Deswegen jetzt mal was zu mir zu den Redsea-Divers – Annette & Jürgen die jetzt Annette & Robby heißen. Wir waren im Sommer 2010 in Hurghada, Ägypten und haben mit dem Team der Basis eine tolle Woche verbracht.

Gebucht hatten wir das Hotel Zahabia Resort was direkt daneben liegt siehe hier … das Zimmer war echt ok und sauber. Für einen Tauchurlaub wo man eh die meiste Zeit auf dem Boot oder der Basis abhängt ausreichend. Das Essen war ein Satz mit x… und das Hotel sonst damals auch mit Russen überfüllt… so könnt ihr euch auch vorstellen was beim Buffet abgegangen ist. Deswegen sind wir nach ein paar Bissen direkt rüber zur Basis und haben und dort entspannt.

Die Basis ist so richtig schnuckelig, überschaubar und hat eine tolle private Atmosphäre. Man kommt an und fühlt sich wie in seinem Wohnzimmer oder Garten…erstmal an den Tisch setzen, was trinken, quatschen…usw…das Einchecken geht dann so nebenbei…easy peasy…

Da viele Stammgäste zum Tauchen kommen erfährt man sehr viel und schnell über die unterschiedlichen Tauchspots. Getaucht wird dann vom Boot aus. Einen Tag vorher sagt man bescheid ob man mitkommen möchte…dann wird überlegt wohin es geht und am Tag selbst, je nach Witterung dann entschieden ob das geplante passt oder nicht.

Die Gruppen sind überschaubar, wir waren nur eine handvoll pro Guide. So muss es sein, kein gestresse auf dem Boot, relaxed rein und unter Wasser ging alles sehr gemächlich zur Sache.

Der Urlaub war der 2te Tauchurlaub von meinem Buddy nach seinem Kurs in Asien. Für ihn und auch mich, der schon etwas mehr im Logbuch stehen hatte, war es eine tolle Woche.

In den Erzählungen wurde auch oft über die Tauchsafaris, welche die Basis auch durchführt gesprochen. Eine Safari geht zu den Brother Islands, welche mittem im Roten Meer liegen und ein absolutes Erlebnis sein sollen. Detaillierte Berichte zum Tauchgang auf den Brother Islands haben die Jungs von Tauchmagazin.com verfasst. Ausserdem werden einige Wracktouren angeboten. Bei unserem Tripp wurde ganz in der Frühe auch ein Wrack kurz vor Hurghada angesteuert, uns war das aber zu früh, wir haben uns noch mit nem Kaffee gestärkt, aber die kleine Gruppe, die unten war war hellauf begeistert. Leider ist mir der Name entfallen.

Wir wollten dann eigentlich nochmal zurückkommen, aber sind dann nur noch 2 Mal woanders unter Wasser gehüpft.

Schaut euch doch mal ein paar weitere Berichte zu der Basis an, ich kann sie empfehlen.

Karl

Nach dem Urlaub – QD Pro

Hallo,

hier nun die Details zur Pflege des QD Pro. Der Hersteller kann selber empfehlen was er will, ich mache das eben so. Ich tue das, weil ich den Sachverstand dafür mitbringe, den Rest soll jeder für sich entscheiden.

Abgesehen von dem gründlichen Spülen und ausschütteln des Wassers, kann man einiges für sein Jacket tun, ohne es auseinander zu schrauben.

Als erstes kann ich an diesem Jacket die Schnellablässe und auch den Schlauch ganz abschrauben. So kann das Ding einmal richtig trocknen und vergammelt nicht von innen. Das hat auch den Vorteil, dass die betroffenen Dichtungen nicht permanent unter Druck stehen und sich so tiefe Rillen bilden.

Dann kann man getrost sämtliche Teile mit Silikonspray behandeln. Für Gummi und Kunststoff ist das ein hervorragendes Pflegemittel. Es lässt ergrauten Kunststoff sofort erheblich besser aussehen und steigert das Abperlen von Wasser enorm. Es hält Gummi geschmeidig und schmiert mechanische Teile. Dabei werden Kunststoff und Gummi nicht verändert, Silikon bildet lediglich einen Film auf der Oberfläche.

Man kann die Schnellablässe von allen Seiten einsprühen. Man kann das Spray in alle Öffnungen des Schlauchs sprühen, dabei auch ruhig die Ventile betätigen und das Spray in die geöffneten Ventile geben. Den Schlauch auch ruhig von außen einsprühen, das Spray sollte in alle Ritzen gelangen, besonders an den Teilen mit mechanischer Funktion. Auch äußerlich kann man das gesamte Jacket damit behandeln. Das Spray kann man sogar in das Jacket hinein geben.

Am Jacket haben wir es übrigens nicht mit Hochdruck zu tun, darum kann man das hier auch ruhig so machen. Silikonspray kann man auf keinen Fall in die erste Stufe sprühen, in das Jacket und den Inflator aber ohne Probleme. Das sind alles ganz normale Kunststoffteile und Dichtungen, die mit maximal 20 Bar arbeiten.

Allerdings sollte man es nicht total übertreiben, es soll nur ein Film auf den Teilen sein, die müssen nicht geflutet werden. Auch darauf achten, dass es sich nicht um sprühbares Silikonfett handelt. Das würde zwar auch nicht Schaden, hinterlässt aber einen wirklich schmierigen Film, der durchaus auch dick sein kann, wenn man zu viel nimmt.

Sehr gut ist das Silikonspray von Caramba, das auch im Lebensmittelbereich verwendet werden darf. Es ist sehr dünnflüssig und hinterlässt einen ganz feinen Film, der sich nicht klebrig anfühlt.

Karl

Pflege des Jackets

Hallo,

hier nun einige Detail über die Pflege von Ausrüstungsgegenständen, im speziellen Jackets. Die Hinweise sollten jedem bekannt sein, viele sind jedoch relativ Faul bei der Pflege. Darum auch ausführliche Begründungen zu den auch so lästigen Arbeiten, die so sicherlich den wenigsten bekannt sind.

Das schlimmste für Gummiteile sind Sonneneinstrahlung, Hitze und trocknendes Salzwasser. Diese Faktoren sind absolut zu minimieren, indem man folgendes beachtet. Das Jacket immer in den Schatten legen. Ich weiß, manchmal geht das nicht, dann eben wann immer es geht. Das Ding unbedingt nach jedem Tauchgang spülen. Ich weiß, geht auch nicht immer.

Wenn es geht, dann auch im Wasser alle Ventile mehrmals betätigen. Das Wasser auch wirklich in das Jacket hineinlassen und auch möglichst vollständig wieder herausbekommen. Dazu unter Wasser die Schnellablässe betätigen, um einiges an Wasser hineinzukriegen. Das Jacket dann aufblasen und einige Male drehen, so dass das Wasser in alle Ritzen läuft. Jetzt einen der Schnellablässe nach unten halten und öffnen, das Wasser schießt heraus. Erneut aufblasen und dann ganz sorgfältig so halten, dass sich der Ablass wirklich am untersten Punkt befindet, er sollte waagerecht zum Boden sein. So bekommt man das Wasser wirklich vollständig heraus. Das Spülen ein zweites Mal wiederholen.

Das vollständige entleeren ist nach dem ersten Spülen eigentlich wichtiger als nach dem zweiten Spülen. Bleibt etwas Wasser drin, so handelt es ich um salziges Wasser. Beim nächsten Spülen wird dieses verdünnt, aber die Menge hinzugefügtes Wasser ist nicht so groß. Bleibt ein viertel Liter salziges Wasser vom ersten Durchgang drin und verdünnt man es dann mit zwei Liter Süßwasser, so würde man die Konzentration von Salz um den Faktor  8 verdünnen. Bleiben nur 50 ml drin, so ist es schon Faktor 40.

Den Schlauch sollte man ausschütteln und die Knöpfe dabei drücken, damit sämtliches Wasser herauskommt. Wasser enthält immer Mineralien. Wenn es trocknet, kristallisieren die Mineralien in den Poren des Materials und schädigen dieses, so wie Eis die Straßendecke im Winter. Am besten schüttelt und schwenkt man die Ausrüstung darum etwas, damit sich möglichst kaum Wasser mehr darauf befindet.

Auch die Dauer des Einweichens in Wasser wird gerne unterschätzt. Kurzes Spülen holt das Salz noch lange nicht aus allen Ritzen. Bereits bestehende Kristalle brauchen einige Zeit sich aufzulösen. Auch Salziges Wasser, das in tiefere Gewebeschichten eingezogen ist, oder das in Ritzen sitzt, kriegt man so nicht weg. Das simple ins Wasser Legen und warten erledigt die Sache jedoch. Es sind chemische und physikalische Gesetze, die hier wirken. Simpel gespochen hat Salz einfach das bestreben, sich in Wasser gleichmäßig zu verteilen. Die Salzkonzentration des Wassers in den Ritzen ist jedoch höher als die des umgebenden Süßwassers und somit bewegt sich dieses Salz aus Ritzen und Spalten heraus.

Die gleichen Gesetzmäßigkeiten gelten natürlich nicht nur für Jackets, sondern für alle Ausrüstungsteile. Im nächsten Artikel dann die Detail über die Arbeiten, die ich dann nach dem Urlaub an meinem Jacket mache.

Karl

Jacket Revision

Hallo,

heute wollte ich gerne einige Kommentare über Jacket Revisionen loswerden. Im letzten Artikel hatte ich ja über einen möglichen verklemmten Inflatorknopf geschrieben.

Abgesehen davon, dass einem das bei guter Fitness und einem normal dimensionierten Jacket nicht gefährlich werden kann, sollte der Knopf auch nicht in eingedrückter Stellung einfach klemmen. Um das zu vermeiden sollte man sein Jacket eben Pflegen und hier ein paar Worte dazu wie das geht.

Selbstverständlich kann man sein Jacket einfach zur Revision geben. Dann tauscht jemand für 60 Euro einige Dichtungen aus. Dabei wird er einige Teile auseinander nehmen und sich alles mehr oder weniger genau anschauen. Sollte sich da eine Verschleißerscheinung zeigen, etwa ein beginnender Riss in einem der Kunststoffteile, so hat sich die Revision natürlich gelohnt. Allerdings halte ich das für extrem unwahrscheinlich, gerade an den innen liegenden Teilen. Es ist auch nicht unbedingt wahrscheinlich, dass so etwas bei einer Revision entdeckt wird, auch wenn es möglich ist. Genauso gut kann sich ein Riss bilden und das Teil bricht dann vor der nächsten Revision, da liegen schließlich Jahre zwischen. Wahrscheinlich ist ein solcher Schaden aber nicht.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass eine der Dichtungen nachlässt, dabei reden wir noch nicht über totales Versagen. Vielmehr beginnt so etwas mit Vorzeichen, erstmal funktioniert ein Ventil nicht, es entweicht irgendwo weiterhin Luft, nachdem man es betätigt hat. Dann drückt man erneut und es ist dicht. Will man das vermeiden sollte man Dichtungen nach ein paar Jahren tauschen. Nach zwei Jahren ist das aber eigentlich nicht nötig.

Weiterhin sind viele Teile des Jackets von außen mechanisch beansprucht. Etwa der Schlauch oder die äußere Hülle. Da kann man auch selber genau hinsehen und etwas machen. Abgesehen davon kommt man an sämtliche Dichtungen auch ohne vollständiges Zerlegen heran, jedenfalls bei meinem Jacket. Und so sollte man das Teil einfach regelmäßig Pflegen, das ist weit besser als es zwei Jahre lang verrotten zu lassen und dann zur Revision zu bringen.

Im nächsten Artikel dann eine Beschreibung, wie man sein Jacket und auch den Rest der Ausrüstung fit hält. Im weiteren dann noch etwas darüber, wie ich mein eigenes Jacket pflege.

Karl

Tauchen im Gasometer Duisburg

Hallo,

heute geht es um einen Bericht über den Gasometer in Duisburg, der zu einer Tauchbasis ausgebaut wurde. Der Gasometer ist etwa 13 Meter tief, hat etwa 45 Meter Durchmesser und eine einfache geometrische Form mit glatten Wänden. Er hat also unten den gleichen Durchmesser wie oben, ist also auch überall gleich tief.

Die Fahrt dorthin ist mitunter etwas nervig, da der Gasometer mitten in diesem Freizeitpark liegt, der unglaubliche Besuchermengen anziehen kann. Man steht also eventuell in einer Autokaravane in Richtung Parkplatz.

Gut, der Parkplatz ist riesig, aber dieses Gedränge nervt, keine Möglichkeit zu wenden, weil hinter einem die Autokaravane steht. Man fährt also durch bis man endlich einen Platz gefunden hat und stellt dann eventuell fest, dass man mehrere hundert Meter über Kopfsteinpflaster latschen muss. Man kann auch vor der Basis ausladen, dazu muss man aber zu zweit sein, da einer dort beim Gepäck bleiben muss, während der andere dann den Wagen parkt. Man muss auch gleich schalten und dort ausscheren und halten, ist man vorbei gibt es kein Zurück, da man wegen der nachfolgenden Autos und der Enge nicht mehr anhalten kann.

Ist es dann endlich geschaft kann man aufrödeln, das findet allerdings im Freien statt und man fühlt sich wie auf der Autobahn, da drei Meter von der Stelle entfernt die Autos auf den Parkplatz fahren. Die gesamte Basis ist genau an der Zufahrt, leider total ungemütlich.

Hat man das ganze Zeug angeschnallt kann man mit Neo bekleidet und den Flaschen in einem Handwagen entlang dieser Zufahrt des Parkplatzes bis zu einer kreuzenden Straße. Diese muss man überqueren, dann erst ist man im Fußgängerbereich. Dort muss man dann noch hundert Meter laufen, dann steht man endlich unten an dem Gasometer. Das Zeug wird mit einer Winde nach oben gezogen, man selber darf eine Stahltreppe nutzen. Oben angekommen gibt es eine nicht allzu große Plattform, auf der man die Flasche anlegen kann, dann geht es über eine Stahlgittertreppe ins flache Wasser.

Bis dahin wirklich eine Tortur, wirklich armselig gelöst. Ich weiß nicht warum die Basis nicht neben dem Gasometer ist, der Verkehr und die Latscherei sind nervig. Wir waren im Herbst dort und es war windig und kalt, die Sachen sind nur auf dem ersten Hinweg noch trocken, ab dann feucht. Dann diese scheiß Stahlgittertreppen mit Sandalen hoch, bestenfalls mit den Neoprenschuhen, wenn man welche hat. Die Plattform ist ebenfalls aus Stahlgitter, bedeckt mit feuchten Matten, dann die Sandalen aus und mit bloßen Füßen über die nächste Stahlgittertreppe ins Wasser, das auch nur sportliche 18 Grad hatte. Später dann ausgekühlt den ganzen Weg zurück…

Das Tauchen selber war dann ein bleibendes Erlebnis, das muss ich schon sagen. Es ist wie eine Geisterbahnfahrt. Zwar hat man nur etwa drei Meter Sicht, aber es gibt sehr viel Beleuchtung, die man aus geschätzt 6 bis 7 Metern schon sehen kann. So kann man sich von Hindernis zu Hindernis vorarbeiten. Man hat dort schon einiges versenkt und so kommt man einmal im Kreis durch den ganzen Gasometer.

Navigation und Tarierung sind wegen der schlechten Sicht extrem schwer. Man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen in die Oberfläche kommt, da man sich teilweise an nichts orientieren kann, weil man nichts sieht. Eigentlich nichts für ungeübte, dabei werden dort auch Anfängerkurse abgehalten, was vielleicht wiederum der Grund für die schlechte Sicht war. Die wirbeln natürlich sehr viel Staub auf, aber ich fand das wie gesagt auch so ganz reizvoll.

Nach dem Tauchgang dann der Weg zurück in die Basis, die leider kaum Platz bietet und auch nicht so gut geheizt war. Umziehen wäre höchstens draußen möglich gewesen, ich glaube es gab noch nicht mal Spinde. Duschen waren vorhanden und auch ganz gut, wenn auch klein, allerdings kam man auch dort aus der Tür gleich ins Freie und das war bei dem Wetter total ätzend.

Mein Fazit ist, auf jeden Fall empfehlenswert, weil das Tauchen und auch das ganze Drumherum schon irgendwie ein Erlebnis ist. Allerdings eine Empfehlung mit Einschränkungen. Besonders im Herbst oder Winter muss ich da nicht noch mal hin.

Karl

Dive 4 Life

Hallo,

vor einiger zeit war ich im Tauchcenter Dive4Live in Siegburg bei Bonn. Von den sehr positiven Erfahrungen dort werde ich nun berichten.

Zunächst mal ist mir das Dive4Live von einem Freund empfohlen worden. Als erstes schaut man sich natürlich die Webseite an und auch diese finde ich wirklich gut. Sie enthält eigentlich alle Informationen die man braucht und gibt auch einen ganz guten Eindruck von dem was man erwarten kann: http://dive4life.de

Einige letzte Fragen habe ich mit einem Anruf geklärt, sehr angenehmer Kontakt. Anschließend den Kram gleich online gebucht, ging wirklich prima von der Hand.

Für die Fahrt dorthin sollte man sich schon gut mit Karten oder Navi eindecken, Siegburg liegt schon etwas versteckt und ich würde mich lieber nicht einfach durchfragen, das könnte etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Dort angekommen hat man sehr gute Parkmöglichkeiten, trotzdem ist ein Rollenkoffer einer Tasche vorzuziehen. Man kann nicht immer erwarten in der ersten Reihe parken zu können und dann muss man schon bis zu 200 Meter laufen, das ist dann aber auch der ganz hinterste Parkplatz. Kurz vorfahren und ausladen ist auch möglich, aber das können auch nicht alle gleichzeitig, der Platz dafür ist recht begrenzt.

Dann rein dort, alles macht einen sehr guten Eindruck. Ein Ladenlokal ist natürlich auch dort, man kann aber auch alles leihen, am besten bei der Reservierung vorbestellen. Auf keinen Fall das Brevet vergessen, wie mein Kollege, ansonsten hat man keine Chance, selbstverständlich lassen die sich nicht bequatschen. Er hatte sich dann einen Scan per Mail schicken lassen, aber das hat uns fast eine Stunde gekostet. Der Empfang und die Einweisung dann auch sehr professionell. Danach rein in die Klamotten, Flasche dran und rein.

Das Anlegen der Klamotten, Zugang zu Flaschen und zum Wasser ist wirklich komfortabel. Es ist genug Platz auf Bänken rund um den Pool, dann geht man nach vorne und legt Jacket und Regulator ab, holt eine Flasche aus etwa 5 Meter Entfernung, baut alles zusammen, kann Jacket und Flasche zum Anlegen auf eine Mauer stellen, dann nur noch aufstehen und direkt  zwei Meter weiter reinspringen. So bequem hatte ich es wirklich noch niemals, oft läuft man mit der Flasche auf dem Rücken weitere Strecken in sengender Sonne. Gut, dann kann man auch ins Meer springen, irgendeinen Vorteil muss es ja haben.

Zum tauchen selber kann ich sagen, dass man sich schon alle Mühe gegeben hat. Wir sind dreimal getaucht und haben jedes Mal etwas anderes gemacht. Immerhin ist das Ding 20 Meter tief und im oberen Bereich recht breit, so dass man dort eine Runde drehen kann. Überall sind Hindernisse, so dass man schon gefordert ist nicht anzuecken. Das Wasser ist absolut klar und auch wirklich angenehm warm, da macht man gerne noch einen dritten Tauchgang. Für einen ersten Besuch ist das so wirklich eine tolle Sache, für weitere Besuche würde ich mir allerdings etwas überlegen, was man dann im Wasser machen kann.

Karl

Auftrieb des Jackets testen

Hallo,

im vorherigen Artikel hatte ich ja schon angedeutet, dass ich bei meinem letzten Besuch im Dive4Live zwei interessante Sachen ausprobiert habe. Beim letzten Mal ging es um das atmen aus dem Jacket, dieses Mal geht es um dessen Auftrieb.

Als ich meinen Regulator habe warten lassen, wollte man mir auch eine Revision des Jackets schmackhaft machen. Das finde ich relativ unsinning, dazu aber in einem anderen Artikel mehr. Jedenfalls habe ich in dem zusammenhang überlegt, was an einem Jacket überhaupt versagen könnte, so dass man ernste Probleme bekommt. Es ist möglich, wenn auch sehr unwahrscheinlich, das der Knopf vom Power Inflator sich beim Drücken verklemmt. Das würde ein vollständiges Aufblasen des Jackets zur Folge haben, wenn man ihn nicht sofort wieder gelöst bekommt. Der Tauchlehrer in dem Laden meinte er hätte das schon mal erlebt. Wie gesagt, unmöglich ist es nicht, aber vielleicht wollte er auch sein Revision verkaufen.

Jedenfalls habe ich mich natürlich gefragt, ob sich das Jacket in größerer Tiefe überhaupt vollständig aufblasen würde. Nach kurzer Überlegung war eingentlich klar, dass dem nicht im Wege stünde. Ich wollte es aber ausprobieren. Daraus ergibt sich logischerweise die Frage, was dann wohl passiert. Den Auftrieb hätte ich sicher berechnen können, aber die Kraft meines Flossenschlags in einer physikalischen Einheit ist mir einfach unbekannt und den kann man auch nicht so ohne weiteres errechnen. Also ausprobieren, aber wo und wie?

Im Dive4Live ist das überhaupt kein Problem. Dort gibt mehrere Gebilde, die ein Dach tragen. Dieses ist aus Beton und so würde man schlimmstenfalls unter dem Dach kleben. Gesagt getan, unter das Dach und das Jacket voll aufgeblasen, das war schon mal kein Problem. Natürlich hängt man dann unter dem Dach, das habe ich vorher schon so eingerichtet, dass die Füße noch oben zeigten und ich  gewissermaßen kopfüber stand. Das wäre aber gar nicht unbedingt nötig gewesen, so stark ist der Auftrieb nicht. Wenn man mit etwa 60-70% paddelt kommt man von der Decke weg, das schafft man auch aus einer ungünstigen Lage. Dazu sei noch gesagt, dass ich noch nicht mal Geräteflossen benutzt habe, sondern die Atomic Splitfin mit angegossenem Fuß, die deutlich weniger Fläche hat.

Das gleich habe ich wenig später noch mal mit der Hand am Seil probiert, ohne Dach darüber. Ich konnte mich locker festhalten und hätte mich auch ohne festhalten durch paddeln so ein paar Minuten halten können. Man schafft es auch einfach ein paar Meter tiefer zu kommen, kein Problem.

Allerdings hängt das von den Flossen, dem Jacketvolumen und der persönlichen Fitness ab. Daraus kann man schließen, dass ein Jacket mit sehr hohem Volumen wohl ein Risiko darstellen könnte, wenn man selber eigentlich klein und nicht so sportlich ist. Zum Auftrieb sei noch gesagt, dass er sich beim Aufsteigen nicht verstärken würde. Die sich ausdehnende Luft geht durch das Überdruckventil hinaus und das Volumen des Jacket bleibt wie es ist. Einzig der Anzug würde weiter oben einen geringfügig stärkeren Auftrieb erzeugen. Er wird durch Wasserdruck komprimiert und dehnt sich bei schwindendem Außendruck wieder aus.

Karl

Atmen mit dem Mundstück des Jackets

Hallo,

jeder Taucher sollte wissen, dass Tauchen zwar sehr sicher ist, gibt es aber Probleme, ist das wie ein geplatzter Reifen bei 180. Man muss sofort richtig reagieren, sonst wird es extrem kritisch.

Bei meinem letzten Tauchgang im Dive4Live habe ich mich deshalb mit gleich zwei interessanten Sachen beschäftigt, die im Notfall extrem hilfreich sein können. Hier meine Erfahrungen mit dem atmen aus dem Jacket.

Schwierig zu sagen, wie wahrscheinlich ein totaler Ausfall der ersten Stufe ist. Ich habe noch keinen echten erlebt. Mit meinem Apeks XTX100 muss ich das auch hoffentlich nie erleben. Hier aber zwei Geschichten zu solchen Ereignissen.

Einmal hat eine etwas panischer Amerikaner beim Höhlentauchen in Mexico das Zeichen für keine Luft gegeben, der Guide war direkt da, zehn Sekunden später hat der Typ dann wieder mit dem eigenen Gerät geatmet und den Tauchgang ganz normal beendet. Meiner Meinung nach war der Kerl einfach ein Idiot und da war nichts.

Einige Zeit vorher hat mir mal in Ägypten ein unglaublicher Angeber eine Geschichte erzählt. Der war Divemaster, hat aber einen 12 Liter Flasche in 30 Minuten leer gemacht. Vielleicht lag es ja genau daran, dass er gesaugt hat wie ein Düsenjäger. Hoher Durchsatz erhöht tatsächlich das Risiko, da sich die Luft in der Stufe ausdehnen soll. Dazu benötigt sie Wärme, die sie aus der Umgebung aufnimmt, die Stufe kühlt dadurch ab. Hoher Durchsatz kühlt sie stärker und durch Veränderungen der Temperatur dehnt oder schrumpft das Material, so dass es sich verklemmen könnte. Da müssen natürlich einige Faktoren zusammen kommen, aber das Risiko steigt bei hohem Durchsatz definitiv, deshalb werden auch kaltwassertaugliche Stufen gebaut, die damit besser klar kommen.

Ich denke es ist eine Kamelle gewesen, aber jedenfalls erzählte mir der Typ, er hätte einen Notaufstieg aus 40 Meter machen müssen, weil er keine Luft mehr hatte und zu weit von den anderen entfernt war. Danach wäre er in der Dekokammer gewesen und er hätte quasi nur überlebt, weil er beim Aufstieg aus seinem Jacket geatmet hat. Bei 40 Meter und dem Zug den der drauf hat müsste er sich mit dem Aufstieg tatsächlich sehr beeilt haben, so viel Luft ist im Jacket nun auch wieder nicht.

Nun, aus dem Jacket atmen geht tatsächlich und die Luft reicht für einen Aufstieg. Dabei gibt es aber ein paar Dinge zu beachten und das ist nichts für ungeübte. Schließlich muss man den Regulator aus dem Mund nehmen, ich habe schon Leute gesehen, denen ich alleine das schon nicht empfehlen würde. Am besten einatmen, Regulator raus, dann das Mundstück des Inflatorschlauchs in den Mund nehmen und den Auslassknopf drücken. Der Druck ist ausgeglichen und so kann man hineinatmen und dann die Luft wieder hinaussaugen. Wenn man die Luft immer wieder hineinpustet kann man das eine ganze Weile machen.

Allerdings kann das gefährlich werden. Die CO2 Konzentration in der Luft steigt natürlich an und Puls und Atemfrequenz beschleunigen sich auch irgendwann deswegen. Auch die CO2 Konzentration im Blut wird steigen. Wenn man merkt, dass die Luft sich verbraucht und die Atmung schneller wird, sollte man das abbrechen und dann auch pausieren, damit der CO2 Spiegel sich normalisieren kann. Das Jacket dann spülen um die verbrauchte Luft herauszubekommen, gleichzeitig den Inflator drücken und hinten eines der Schnellablassventile ziehen. Natürlich kann man da auch Berechnungen zu anstellen, aber der gesunde Verstand reicht meiner Meinung nach eigentlich aus. So eine Übung sollte man halt auch nicht alleine machen und nicht in 40 Metern Tiefe.

Dann noch Hinweise zur Tarierung. Fängt man mit der Übung an, so atmet man ein, bekommt also ein klein wenig Auftrieb. Man sollte also entweder nicht voll einatmen, vorher etwas Luft aus dem Jacket ablassen, sich einfach irgendwo festhalten, oder sich darauf einrichten die Flossen zu benutzen. Atmet man dann mit dem Jacket bleibt die Tarierung unverändert, da man keine Luft ablässt. Beim Aufstieg müsste man natürlich Luft ablassen, was zunächst nicht ins Gewicht fällt, da die Luft im Jacket sich ausdehnt und so das Volumen unverändert bleibt. Je näher man der  Oberfläche kommt, desto schwieriger wird es dann aber. Auf etwa 3 Metern Tiefe hat man normalerweise fast keine Luft im Jacket und könnte so kaum atmen. Man müsste also dann viel paddeln, so würde man einen zu schnellen Aufstieg sicher vermeiden können und hätte dennoch wenigstens etwas Luft zum atmen im Jacket über. Dafür braucht man natürlich Geschick und einen Sicherheitsstopp bekommt man so nicht wirklich hin, aber wir reden ja auch von einem Notaufstieg.

Den sollte man so aus großer Tiefe aber auf keinen Fall üben, da man eben den Sicherheitsstopp nicht machen könnte. Außerdem würde man die Luft im Jacket dann schon stark verbrauchen und auch das sollte man nicht ohne Not riskieren. Wenn man einen ganzen Tauchgang mit maximal 5 Metern Tiefe dieser Übung widmet, dann könnte man den Aufstieg von dort üben. Dann sollte man aber auch vorher besser nicht am gleichen Tag schon mal tiefer als 5 Meter gewesen sein, vielleicht im Tauchgang vorher.

Wenn man das ein paar Mal gemacht hat ist es sehr einfach. Sollte man wirklich mal keine Luft haben, sollte das aber erst die zweite Reaktion sein. Die erste ist der Griff zum Oktopus. Auch bei völligem Versagen der ersten Stufe ist in jedem Schlauch der zweiten Stufe noch Luft für mindestens zwei Atemzüge. Kommt dann bei Oktopus auch nicht mehr, ja dann hat man wirklich keine Luft, dann sollte man zum Inflator greifen. Es ist für kurze Zeit absolut sicher und man kann es ganz alleine und ohne Zeitverzug machen. Dann kann man immer noch ganz in Ruhe dicht an den Buddy und braucht auch nicht in Panik geraten, wenn der nicht gleich seinen Oktopus findet.

Früher übrigens gab es noch gar keine Jackets mit Inflatorschlauch, die pustete man immer mit dem Mund auf. Zweite Stufen gab es natürlich schon, niemand musste aus dem Jacket atmen J Heutzutage ist der neueste Schrei Jackets, die keinen Inflatorschlauch mehr haben. Es befindet ich dann an der Hüfte ein Kasten mit einer Taste zum aufblasen und einer anderen zum Luft ablassen. Natürlich kann man auch die mit dem Mund aufblasen, aber dafür muss man einen Schlauch auch einer versteckten Tasche herausfummeln. Das wird im Ernstfall nichts geben, ich denke der ist auch nur zum Aufblasen, da keine Ventilknöpfe dran sind. Die Jackets sind auch teuer, sowohl beim Kauf als auch in  der Wartung. Dafür kann man lageunabhängig mit nur einem Knopf Luft ablassen. Hieraus ergibt sich aber wiederum, dass es keine manuell bedienbaren Schnellablassventile mehr gibt. Von diesen Jackets rate ich aus diesen Gründen ab, technische Weiterentwicklungen könnten das natürlich ändern.

Karl